Montiggler See gefährlich?

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Ist der Montiggler See gefährlich?

Der Montiggler See gilt als eines der sichersten und beliebtesten Badegewässer in Südtirol. Aber natürlich birgt jeder See auch Risiken. Es ist ein Badesee ohne gefährliche Strömungen. Erstmals wurden 2014 kleine Süßwasserquallen im Montiggler See entdeckt. Sie werden aber maximal 2 Zentimeter groß und fallen im Regelfall nicht auf. Diese Dinge gibt es am Montiggler See in Hinblick auf die Sicherheit zu bedenken: Wie ist die Wasserqualität? Wie sind die natürlichen Gegebenheiten? Wie sind die Unfallrisiken und welche Gefahren gibt es in der Umgebung?

Wasserqualität: Garantierte Sicherheit beim Baden

Aus mikrobiologischer Sicht ist der Montiggler See als sehr sicher einzustufen. Die ausgezeichnete Badetauglichkeit wird durch die zuständige Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz in Südtirol in der Badesaison regelmäßig bestätigt: Die mikrobiologischen Untersuchungen weisen die Seen konstant als für Badezwecke geeignet aus, meist in der höchsten Qualitätsklasse. Diese Qualität ist historisch belegt, da die Montiggler Seen mehrfach, unter anderem 2009, zu den saubersten Badeseen Italiens gewählt wurden und oft das italienische Gütesiegel “5 Vele” (5 Segel) für erstklassige Wasserqualität und nachhaltige Bewirtschaftung tragen. Obwohl die Badetauglichkeit hervorragend ist, handelt es sich um ein sensibles Ökosystem, das ökologische Herausforderungen mit sich bringt: Aufgrund des geringen Wasseraustauschs und des Nährstoffeintrags aus der Umgebung (Laub, Tourismus) sind Maßnahmen wie die Belüftung des Kleinen Sees oder das Abpumpen nährstoffreichen Tiefenwassers notwendig, um die hohe Qualität langfristig zu sichern. Für den Badegast stellt dies jedoch keine direkte Gefahr dar.

Unfallrisiken: Menschliches Verhalten als Hauptfaktor

Die meisten Gefahren, die an den Montiggler Seen auftreten können, sind nicht spezifisch für dieses Gewässer, sondern entsprechen den Standardrisiken beim Aufenthalt an natürlichen Gewässern. Das Risiko von Ertrinkungsunfällen in der Vergangenheit war meist auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen, darunter die Überschätzung der eigenen Schwimmfähigkeit, Baden nach Alkoholkonsum oder schlichte Unachtsamkeit. Die wichtigste Sicherheitsregel bleibt daher die Eigenverantwortung. Eine weitere Gefahr ist die Kalte-Schock-Gefahr: Wie an allen Badeseen sollten Badegäste vermeiden, überhitzt direkt in das kühle Wasser zu springen, um eine potenziell lebensbedrohliche Überlastung des Kreislaufs zu verhindern. Eine besondere saisonale Gefahr stellen die instabilen Eisflächen im Winter dar. Da der See in Tallage liegt, frieren die Eisflächen im Winter nicht immer zuverlässig tragfähig zu. Die lokalen Feuerwehren warnen regelmäßig eindringlich vor dem Betreten nicht freigegebener Eisflächen, da es in der Vergangenheit bereits zu Einbrüchen kam.

Risiken in der Umgebung

Die Umgebung des Naturschutzgebietes erfordert ebenfalls Achtsamkeit. Aufgrund der dichten Laub- und Kiefernmischwälder, besteht an den Montiggler See Zeckengefahr, wie sie in vielen ländlichen Regionen üblich ist. Besucher sollten daher entsprechende Vorsorgemaßnahmen treffen, wie das Tragen langer Kleidung und das gründliche Absuchen des Körpers nach dem Aufenthalt.

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